Sa 13. April 2024 19:00 Uhr
Münster St.-Paulus-Dom
frei | Spende

Lange Nacht der Chöre. Kreative annäherungen an Bach

Die Lange Nacht der Chöre präsentiert Chöre aus Münster, die neue Wege zu Johann Sebastian Bach gehen wollen. Auf dem Programm stehen Kompositionen Bachs und seiner Zeitgenossen sowie moderne Auseinandersetzungen mit ihm.

Eintritt: frei | Spende

Veranstalter: Dommusik Münster, Der Konzertchor Münster, Evangelische Apostel-Kirchengemeinde Münster, Kammerchor St. Lamberti, Sankt Mauritz – Katholische Kirchengemeinde

Besetzung

Kammerchor am Dom
Alexander Lauer Leitung
Figuralchor an der Apostelkirche
Konrad Paul Leitung
Konzertchor Münster
Marion Wood Leitung
Kammerchor St. Lamberti
Max Betz Leitung
Kammerchor an der Herz-Jesu-Kirche
Michael Schmutte Leitung

Programm

Werke von Johann Sebastian Bach und Zeitgenossen sowie moderne Kompositionen

St.-Paulus-Dom

Münster
Domplatz

Der St.-Paulus-Dom mit seinen Mauern aus Baumberger Sandstein und dem grünen Kupferdach ist das historische Zentrum Münsters. Seit dem frühen Mittelalter ist der Dom Sitz des Bischofs zu Münster. Auf Geheiß Karls des Großen hatte Ludgerus um 800 das Christentum nach Westfalen gebracht und in Münster eine erste Kirche errichtet. Der heutige Dombau ist die dritte Kathedrale auf dem Domhügel, 1225 war die großzügige dreischiffige Basilika geweiht worden. Im Zweiten Weltkrieg fast ganz zerstört, wurde der Dom in seiner heutigen Gestalt bis 1956 wieder aufgebaut.

Mit seinen Türmen (um 1200), dem langestreckten Mittelschiff und den zwei Querhäusern ist der St.-Paulus-Dom ein typisches Beispiel spätromanischer Architektur. Der Haupteingangsbereich, das so genannte Paradies, und auch die südliche Schaufront des östlichen Querhauses wurden im 16. Jahrhundert neu gestaltet, erweitert und mit Skulpturenschmuck ergänzt. Über dem Paradies, an der Südwand des westlichen Querschiffes, ist ein symbolischer Skulpturenschmuck aus der Erbauungszeit der Kirche zu sehen. In der Paradiesesvorhalle wurde im Mittelalter das Sendgericht gehalten, bei dem der Sendrichter die geistlichen Verfehlungen im Bistum richtete. Der heutige Hochaltar enthält Apostelstatuen des 14. Jahrhunderts aus dem Reliquienschrein, der sich im früheren Hochaltar befindet, der heute im historisch ältesten Bauteil, dem Westchor, steht. Er wurde im Zusammenhang mit der Neugestaltung des Chores und der Kathedra des Bischofs, die sein Lehramt verkörpert, von Emil Stephan um 1956 gestaltet. An zeitgenössischer Kunst sind die Fensterzyklen für die Kreuzkapelle, die drei Galenschen Kapellen und angrenzende Fenster nach Entwürfen des Glaskünstlers Georg Meistermann (1985–1990) und die Kreuzwegstationen von Bert Gerresheim (1995/96) im Chorumgang des Domes hervorzuheben.

© Foto Dom:  Dietmar Rabich / Wikimedia Commons / “Münster, St.-Paulus-Dom — 2020 — 3967-73” / CC BY-SA 4.0